Geschichten zum Advent f├╝r Kinder

Weihnachten und die Adventszeit sind nicht nur ruhige und besinnliche Zeiten, sondern es ist auch die Zeit des Wartens. Gerade den Kindern f├Ąllt es da doch besonders schwer, dass die Vorweihnachtszeit so schnell wie m├Âglich vergeht.
Um Ihnen und nat├╝rlich, ganz besonders den Kindern hierbei zu helfen, haben wir f├╝r Sie kurze Geschichten zum Advent f├╝r Kinder f├╝r Sie zusammengestellt. Diese Adventsgeschichten k├Ânnen Sie nat├╝rlich kostenlos herunter laden und ausdrucken.
So haben Sie, wenn Sie ihre Kinder ins Bett bringen sch├Âne Adventsgeschichten zum Vorlesen.

Alles was wir auf unseren Seiten f├╝r Sie zusammengestellt haben,
d├╝rfen Sie f├╝r privaten Gebrauch nat├╝rlich kostenlos verwenden.

Am Abend beim zu Bett gehen, den Kindern eine kleine sch├Âne, spannende oder besinnliche Weihnachtsgeschichte vorlesen, nicht nur die Kinder werden von den Weihnachtsgeschichten begeistert sein. Die Geschichten zum Advent sind nat├╝rlich auch f├╝r die Eltern und Gro├čeltern eine sch├Âne Abwechslung vom Alltag und stimmen sie auf die Weihnachtsfeiertage ein.
Wir w├╝nschen Ihnen eine ruhige und besinnliche Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr, und hoffen das Sie auf unseren Seiten einige Anregungen finden um Ihr Weihnachtsfest zu versch├Ânern.

Das kleine M├Ądchen mit den Schwefelh├Âlzern

Es war so gr├Ąsslich kalt; es schneite und es begann dunkler Abend zu werden. Es war auch der letzte Abend des Jahres, Silvesterabend. In dieser K├Ąlte und in dieser Dunkelheit ging auf der Stra├če ein kleines, armes M├Ądchen mit blo├čem Kopf und nackten F├╝├čen; ja, sie hatte zwar Pantoffeln angehabt, als sie von zu Hause wegging, aber was n├╝tzte das schon! Es waren sehr gro├če Pantoffeln, ihre Mutter hatte sie zuletzt benutzt, so gro├č waren sie, und die verlor die Kleine, als sie ├╝ber die Stra├če eilte, w├Ąhrend zwei Wagen so erschreckend schnell vorbeifuhren. Der eine Pantoffel war nicht zu finden, und mit dem andern lief ein Knabe davon; er sagte, den k├Ânne er als Wiege brauchen, wenn er selbst einmal Kinder bekomme.
Da ging nun das kleine M├Ądchen auf den nackten, kleinen F├╝├čen, die vor K├Ąlte rot und blau waren. In einer alten Sch├╝rze trug sie eine Menge Schwefelh├Âlzer, und ein Bund hielt sie in der Hand. Niemand hatte ihr den ganzen Tag hindurch etwas abgekauft; niemand hatte ihr einen kleinen Schilling gegeben. Hungrig und verfroren ging sie dahin und sah so eingesch├╝chtert aus, die arme Kleine! Die Schneeflocken fielen in ihr langes, blondes Haar, das sich so sch├Ân um den Nacken ringelte, aber an diese Pracht dachte sie wahrlich nicht. Aus allen Fenstern gl├Ąnzten die Lichter, und dann roch es auf der Stra├če so herrlich nach G├Ąnsebraten; es war ja Silvesterabend, ja, daran dachte sie!
Dr├╝ben in einem Winkel zwischen zwei H├Ąusern, von denen das eine etwas mehr vorsprang als das andere, dort setzte sie sich hin und kauerte sich zusammen. Die kleinen Beine hatte sie unter sich hochgezogen; aber es fror sie noch mehr, und nach Hause zu gehen, wagte sie nicht. Sie hatte ja keine Schwefelh├Âlzer verkauft, nicht einen einzigen Schilling bekommen. Ihr Vater w├╝rde sie schlagen, und kalt war es zu Hause, sie hatten nur eben das Dach ├╝ber sich, und da pfiff der Wind herein, obwohl in die gr├Â├čten Spalten Stroh und Lumpen gestopft waren. Ihre kleinen H├Ąnde waren beinahe ganz abgestorben vor K├Ąlte. Ach! Ein kleines Schwefelh├Âlzchen k├Ânnte gut tun. Wenn sie es nur wagen w├╝rde, eines aus dem Bund zu ziehen, es gegen die Wand zu streichen und die Finger zu erw├Ąrmen! Sie zog eins heraus, ritsch! Wie es spr├╝hte, wie es brannte! Es war eine warme, helle Flamme, wie ein kleines Licht, als sie es mit der Hand umschirmte. Es war ein seltsames Licht: Dem kleinen M├Ądchen war es, als s├Ą├če es vor einem gro├čen, eisernen Ofen mit blanken Messingkugeln und einem Messingrohr. Das Feuer brannte so herrlich, w├Ąrmte so gut; nein, was war das! Die Kleine streckte schon die F├╝├če aus, um auch diese zu w├Ąrmen – da erlosch die Flamme. Der Ofen verschwand, sie sa├č mit einem kleinen St├╝ck des abgebrannten Schwefelh├Âlzchens in der Hand.
Ein neues wurde angestrichen, es brannte, es leuchtete, und wo der Schein auf die Mauer fiel, wurde diese durchsichtig wie ein Schleier; sie sah gerade in die Stube hinein, wo der Tisch gedeckt stand mit einem blendend wei├čen Tischtuch, mit feinem Porzellan, und herrlich dampfte die gebratene Gans, gef├╝llt mit Zwetschgen und ├äpfeln; und was noch pr├Ąchtiger war: Die Gans sprang von der Sch├╝ssel herunter, watschelte durch die Stube, mit Messer und Gabel im R├╝cken; gerade auf das arme M├Ądchen kam sie zu. Da erlosch das Schwefelholz, und es war nur die dicke, kalte Mauer zu sehen.
Die Kleine z├╝ndete ein neues an. Da sa├č sie unter dem sch├Ânsten Weihnachtsbaum; er war noch gr├Â├čer und sch├Âner geschm├╝ckt als der, den sie bei der letzten Weihnacht durch die Glast├╝r bei dem Kaufmann gesehen hatte. An den gr├╝nen Zweigen brannten tausend Kerzen, und bunte Bilder, gleich denen, welche die Schaufenster schm├╝ckten, sahen auf sie herab. Die Kleine streckte beide H├Ąnde in die H├Âhe – da erlosch das Schwefelholz; die vielen Weihnachtslichter stiegen h├Âher und h├Âher. Sie sah, jetzt waren sie zu den hellen Sternen geworden, einer von ihnen fiel und hinterlie├č einen langen Feuerstreifen am Himmel. ÔÇ×Jetzt stirbt jemand“, sagte die Kleine, denn die alte Gro├čmutter, die einzige, die gut zu ihr gewesen, aber nun tot war, hatte gesagt: ÔÇ×Wenn ein Stern f├Ąllt, geht eine Seele hinauf zu Gott.“
Sie strich wieder ein Schwefelh├Âlzchen gegen die Mauer, es leuchtete ringsumher, und in dem Glanz stand die alte Gro├čmutter, so klar, so schimmernd, so mild und lieblich.
ÔÇ×Gro├čmutter“, rief die Kleine, ÔÇ×Oh, nimm mich mit! Ich wei├č, du bist fort, wenn das Schwefelh├Âlzchen ausgeht, fort, ebenso wie der warme Ofen, der herrliche G├Ąnsebraten und der gro├če, gesegnete Weihnachtsbaum!“
Und sie strich hastig den ganzen Rest von Schwefelh├Âlzern an, die im Bund waren. Sie wollte Gro├čmutter recht festhalten; und die Schwefelh├Âlzer leuchteten mit einem solchen Glanz, dass es heller war als der lichte Tag. Gro├čmutter war fr├╝her nie so sch├Ân, so gro├č gewesen; sie hob das kleine M├Ądchen auf ihren Arm, und sie flogen in Glanz und Freude so hoch, so hoch dahin; und dort war keine K├Ąlte, kein Hunger, keine Angst, sie waren bei Gott.
Aber im Winkel beim Hause sa├č in der kalten Morgenstunde das kleine M├Ądchen mit roten Wangen, mit einem L├Ącheln um den Mund – tot, erfroren am letzten Abend des alten Jahres. Der Neujahrsmorgen ging ├╝ber der kleinen Leiche auf, die mit den Schwefelh├Âlzern dasa├č, von denen ein Bund fast abgebrannt war. Sie hatte sich w├Ąrmen wollen, sagte man. Niemand wusste, was sie Sch├Ânes gesehen hatte und in welchem Glanz sie mit der alten Gro├čmutter eingegangen war zur Neujahrsfreude.

(Autor Hans Christian Andersen)

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Bis Weihnachten 2015 sind es noch Tage.